Barrierefreies Webdesign

Nach Expertenmeinung beginnt barrierefreies Webdesign bereits in der Phase der Planung.
Gut überlegtes barrierefreies Webdesign ist dabei einfach aufgesetzt, dennoch professionell und einfach zu bedienen. Dabei ist es so, dass es im Internet kaum wirklich barrierefreie Webseiten gibt. Dabei wäre dies wichtig, weil auch sehr viele Menschen mit Behinderungen das Internet als hauptsächliche Kommunikationsquelle mit der „Außenwelt“ nutzen.

So ist es in Zeiten des Internet heute zum Beispiel möglich, dass ein Behinderter sich weitgehend auch von Zuhause aus selbst versorgt. Es existieren nämlich Essenbringdienst, bei denen man online Bestellung aufgeben kann. Auf derartigen Webseiten würden sich, ohne die Gewährleistung eines barrierefreien Webdesigns es den Behinderten nicht möglich sich zu orientieren.

Insbesondere diese Art von Webseiten sollen dabei so ausgelegt sein, dass sie es auch Behinderten mit unterschiedlichen Behinderungen es möglich machen eine Bestellung aufzugeben. Einen barrierefreien Zugang bieten dabei zum Beispiel Seiten,
die so gestaltet sind dass man sie deutlich lesen kann, nicht aber zu groß geschrieben, dass man mit dem Cursor nicht umständlich auf- und abscrollen muss.

Hier ist das Können eines Webdesigners gefragt. Eine wichtige Grundvoraussetzung für barrierefreies Webdesign ist die Trennung von Inhalt und Design. Vermieden werden sollte bei einem barrierefreien Webdesign insbesondere die Verwendung von so genannten fixen Schriftgrößen, wie auch eine Einbindung von Alternativ-Texten für Grafiken, bzw. von Bildern oder Objekten. Genauso ist bei barrierefreien Webdesign zu vermeiden die Verwendung von Layout- und Funktionserweiterungen.

Diese vielen Einschränkungen, die beim barrierefreien Webdesign zu beachten sind, bedeuten aber nicht, dass eine Webseite, die barrierefrei ausgerichtet ist, daher kommen muss, wie eine „Graue Maus“ – im Gegenteil. Durch ein gut organisiertes Zusammenspiel zwischen Funktionen und Farben, erreicht man es beim barrierefreien Webdesign ein optimales Gesamt- und Funktionsbild. Grundvoraussetzung für das Funktionieren von barrierefreiem Webdesign ist jedoch, dass sich der Webdesigner an die gängigen Standards hält.

Insbesondere für Webseiten, von denen auf Behinderte profitieren sollen, gilt, dass das Webdesign so ausgerichtet sein muss, dass man alle Informationen gleich erkennt, insbesondere sollten die Texte in einer geordneten und auch logisch nachvollziehbaren Reihenfolge vorliegen. Ist eine Webseite darauf ausgerichtet, dass sie von Behinderten mit Sehproblemen besucht wird, so muss der Webdesigner berücksichtigen, dass insbesondere Bilder für Sehbehinderte und Blinde eine große Barriere darstellen. Zu beachten ist insbesondere bei der Gestaltung von derartigen Webseiten, dass Behinderte in der Regel Zusatzprogramme, so genannte Brückenprogramme, zur Hilfe nehmen, um die Benutzeroberfläche zu bedienen. Blinde und Sehbehinderte arbeiten dabei in der Regel mit DOS-Programmen und Textbrowsern.

Datum: Samstag, 5. Januar 2008 13:38
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